Historischer Hintergrund
Wer hat’s erfunden? Die Entstehung der Tantra-Massage
Wie aus unterschiedlichen westlichen und östlichen Einflüssen die heutige Praxis entstand.
Weiterlesen
Blog · Osho und die Tantra-Massage
Die fehlende kritische Auseinandersetzung mit Osho in der Tantra-Massage-Szene prägt ein verklärendes Bild.
Ein Interview über Verehrung, Verantwortung und das, was auf vielen Homepages verschwiegen wird.
Michael Köllner · 12. Juli 2026 · ca. 15 Minuten Lesezeit
Worum es geht
Die teilweise fehlende kritische Auseinandersetzung mit dem Begründer der Bhagwan-Bewegung innerhalb der Tantra-Massage-Szene ist bedenklich. Sie prägt ein verklärendes Bild der Persönlichkeit von Osho.
Das folgende Interview entstand am 12. Juli 2026 im Live-Dialog mit einer KI. Die Fragen wurden im Gespräch entwickelt, die Antworten und die darin vertretenen Positionen stammen von mir.
Teil I Warum Osho?
Frage
Michael
Das ist eine sehr gute Frage. Immer wieder begegne ich Osho, wenn ich mir die Homepages von Kolleginnen und Kollegen anschaue. Dort wird er als Begründer der Tantra-Massage, als Meister, Philosoph oder Mystiker erwähnt.
Osho hat die Tantra-Massage allerdings nicht erfunden. Aber ohne ihn wäre die Entwicklung des westlichen Neo-Tantra, aus dessen Umfeld später die moderne Tantra-Massage entstand, kaum in derselben Form denkbar. Deshalb ist es historisch nachvollziehbar, dass Tantra-Studios sich bis heute auf ihn beziehen. Problematisch wird es dort, wo aus dieser historischen Bedeutung eine unkritische Verehrung als spirituelle Autorität wird.
Ich selbst habe mich in meiner Arbeit nie auf ihn bezogen, sondern auf Andro (Andreas Rothe). Und irgendwann habe ich mich deshalb gefragt: Warum wird Osho auf vielen Seiten eigentlich immer wieder erwähnt – vor allem unkritisch?
Mit der Bhagwan-Bewegung bin ich in den 70er- und 80er-Jahren insofern in Kontakt gekommen, als damals sehr deutlich vor ihr gewarnt wurde. Sie galt als hochproblematische Sekte. Es gab Berichte darüber, dass Menschen ausgebeutet, zur Arbeit verpflichtet und von ihrem bisherigen sozialen Umfeld getrennt worden seien. Gleichzeitig hat sich Osho an ihnen nachweislich bereichert – man denke an seine Uhrensammlung und seine vielen Autos. Das führt einen vermeintlichen Meister doch ad absurdum.
Das sind Dinge, die bei mir bis heute massiv mitschwingen. Grundsätzlich habe ich eine starke Abneigung gegen Menschen, die andere, gutgläubige und vertrauensoffene Menschen manipulieren, wenn nicht gar missbrauchen. Ich habe enorm viele Antennen dafür in permanenter Ausrichtung. Ich reagiere oft feinfühliger als andere, die nicht so eine Lebensgeschichte haben, wie ich sie hatte. Osho war und ist für mich nach wie vor ein rotes Tuch.
Frage
Michael
Was ich ganz schwierig finde, ist, wenn Menschen sich eine Aura der Unerreichbarkeit geben oder sie von anderen erhalten. Und genau das hat Osho in meiner Wahrnehmung getan und bekommen. Was mich dabei besonders beschäftigt, ist, wie viele Menschen sich darauf eingelassen haben. Mir fehlt da die Mündigkeit, das eigene Nachdenken, das kritische Hinterfragen. Haben sie ihren Verstand an der Tür abgegeben? Nach dem Motto „Du musst vertrauen, also denke nicht“?
Es wirkt auf mich fast so, als wären viele Menschen einem falschen Hirten gefolgt, ohne wirklich zu prüfen, wer dieser Hirte war, was seine Absichten waren und wohin dieser Weg führte. Oder wie beim Rattenfänger von Hameln. Denn die Realität in einigen seiner Ashrams war das Gegenteil von dem, was er predigte. Aber er ließ diese Zustände nach meinem Kenntnisstand zu.
Wenn jemand als Meister, Mystiker oder besonders erleuchteter Mensch wahrgenommen wird, scheint Kritik schnell etwas Unangebrachtes zu sein. Aber gerade da wäre kritisches Denken besonders wichtig, um Machtmissbrauch abzuwenden und das Urvertrauen der Anhängerschaft zu schützen. Viele Aussagen von Osho gehen ohne Frage unreflektiert zum Teil rein wie Butter. Auch ich bemerke, dass ich einige seiner Sätze genau so unterschreiben würde. Das ist gefährlich.
„Haben sie ihren Verstand an der Tür abgegeben?“
Teil II Mündigkeit
Frage
Michael
Das ist schwierig zu trennen. Auf der einen Seite wünsche ich mir, dass Menschen dazu erzogen werden, mündig zu sein und ihre Verantwortung nur mit viel Bedacht an Strukturen oder an vermeintlich höherstehende, geistig erfülltere Menschen abzugeben.
Auf der anderen Seite entsteht natürlich auch eine Dynamik, die genau diese Mündigkeit schwierig macht. Im Fall der Ashrams gab es Gruppendruck, Gruppenzwänge und psychologische Abhängigkeiten. Menschen gaben ihr Geld ab, Beziehungen wurden gekappt, soziale Kontakte nach außen beendet. Irgendwann war man abhängig von der Community.
Was mich wirklich ärgert, ist die Tatsache, dass es dort einen sogenannten Meister, Mystiker, Philosophen gab – jemanden also, der als „stärker erleuchtet“ wahrgenommen wurde als andere Menschen. Und dieser Mensch hat, soweit ich weiß, nichts dagegen getan, dass solche schlechten Dynamiken in seinen Communities entstanden sind. Er hat sie offenbar nicht gestoppt. Er ist offenbar nicht eingeschritten. Er hat offenbar das Leid seiner Jüngerschaft in Kauf genommen – und, noch schlimmer, davon profitiert. Stattdessen hat er sich in meiner Wahrnehmung auf seine Wolke der Erhabenheit und Gottgleichheit zurückgezogen, schwebte über allem und hat zugesehen.
Frage
Michael
Ja, ich denke, das ist richtig. Wenn ein Mensch sich auf die Fahnen schreibt, erleuchtet zu sein und mehr zu wissen als andere, wenn man als Lehrer seinen Schülerinnen und Schülern etwas weitergeben möchte, dann steht man in einer ganz besonderen Verantwortung.
Und diese Verantwortung besteht für mich vor allem darin, sich selbst zu reflektieren.
Diese Selbstreflexion kann ich im Verhalten von Osho zum Teil überhaupt nicht erkennen. Auch weil ich ihn, zum Beispiel beim Thema Homosexualität, als widersprüchlich empfinde. Und ich tue mich schwer damit, dass viele seiner Anhängerinnen und Anhänger das offenbar nicht sehen wollten oder nicht hinterfragt haben. Einige haben gerade beim Umgang mit Homosexualität versucht, den „Meister“ umzustimmen. Genau diese hätten sich zu Recht selbst den Titel der „Erleuchtung“ geben dürfen, finde ich.
Osho war ein Mensch, der sich aus meiner Sicht zu Gott gemacht hat – und gemacht wurde.
Teil III Die Szene heute
Frage
Michael
Es ärgert mich, wenn einzelne oder vermeintlich Osho zugeschriebene Zitate aus seinen Vorträgen und Büchern herausgenommen und auf Homepages gesetzt werden. Oft handelt es sich ja auch um Übersetzungen, bei denen man sich zusätzlich fragen müsste, wie genau sie überhaupt übersetzt wurden.
Was mich stört, ist dieses Arbeiten mit Versatzstücken. Man setzt einzelne Aussagen auf die Homepage und erzeugt damit eine bestimmte Aura. Als wäre man selbst an etwas Besonderes angekoppelt, an diese Übernatürlichkeit, die Osho zugeschrieben wurde und anscheinend immer noch wird. Eine Ankopplung an etwas Transzendentes, etwas, das nicht richtig greifbar ist und das man deshalb auch nicht so leicht hinterfragen oder angreifen kann.
Hinzu kommt die historische Tatsache, dass Osho nicht der Begründer der Tantra-Massage war. Es gab Menschen vor ihm und auch nach ihm. Trotzdem wird er zum Teil so dargestellt, als wäre die Tantra-Massage aus seiner geistigen Eingebung entstanden, als hätte er sie der Welt in selbstloser Liebe geschenkt. Und das bekommt einen Beigeschmack: Dafür muss man doch dankbar sein. Da darf es doch keinen Widerspruch geben.
Das Narrativ auf vielen Homepages
Was keine Erwähnung findet
Michael
Dieses Narrativ prägt sich immer mehr ein, je mehr Zeit nach Oshos Tod vergeht. Das halte ich für unverantwortlich und gefährlich.
Anbietende, die sich auf ihn berufen, sollten sich zumindest an irgendeiner Stelle klar sichtbar von den problematischen Seiten Oshos und seiner Bewegung distanzieren. Für mich wäre das notwendig. Es ist immer entscheidend, zwischen dem zu unterscheiden, was jemand sagt und in den Raum stellt, und dem, was in der Realität daraus erfolgt ist. Auch dafür trägt ein sogenannter Meister, der diesen Anspruch für sich erhebt, am Ende die Verantwortung.
Frage
Michael
Paradoxerweise ist Oshos propagierte sexuelle Freiheit keine wirkliche, sondern eine mit Einschränkungen gewesen. Vor allem in den 1980er-Jahren, in Zeiten der AIDS-Krise, pathologisierte und diskriminierte er homosexuelle Menschen. Unter anderem sprach er sich dafür aus, dass homosexuelle Männer und lesbische Frauen eigene, von der übrigen Gesellschaft getrennte Gemeinschaften bilden sollten. Im Verlauf äußerte er sich unterschiedlich, mal eher positiv, mal eher negativ über Homosexualität. Eine konsistente Haltung lässt sich darin für mich nicht erkennen.
Hier hake ich nach: Ein „Meister“, der freie Liebe – ich berichtige: damit ist wohl eher freier Sex gemeint – für alle propagiert hat, schränkte sie zugleich ein. Was sagt das über Osho und seine Menschenzugewandtheit aus? Meine Lesart ist: Heterosexualität ist die Normalität, und da gibt es ein paar Abweichungen davon, die duldbar sind – oder auch nicht.
Diese Sichtweise ist falsch und veraltet. Sie ist diskriminierend und ausgrenzend.
Sie ist arrogant und ignorierend. Für eine verantwortungsvolle, jeden Menschen annehmende Körperarbeit ist sie unbrauchbar, da sie nicht die Realität abbildet. Osho trennte scheinbar nicht seine persönliche Sichtweise – man mag sagen: seine persönlichen Trigger – von einer selbstlosen, übergeordneten Weisheit, die alle Menschen umfasst und eint.
Die Dokumentation Children of the Cult (2024) sowie Berichte im Guardian (2024) und aktuelle Zeugenaussagen zeigen zudem ein düsteres Bild: Kinder wurden von ihren Eltern getrennt und teilweise gemeinschaftlich erzogen. Mehrere Betroffene berichten von sexuellem Missbrauch durch Erwachsene innerhalb verschiedener Rajneesh-Kommunen. Sarito Carroll schildert beispielsweise sexuellen Missbrauch, den sie bereits als Kind erlebte. Besonders schwer wiegt, dass Zeugenaussagen darauf hindeuten, dass zumindest Teile der Führung vom sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Erwachsene wussten.
Aussteiger wie Oshos ehemaliger Leibwächter Hugh Milne beschreiben – in seinem Fall im Buch The God That Failed – die brutale Realität der Encounter-Gruppen in Pune. Dort kam es zu massiven körperlichen und psychischen Grenzüberschreitungen und zu Verletzungen.
Wie kann man angesichts dieser Dinge Osho mit weichgespülten Zitaten auf seiner eigenen Tantra-Massage-Seite erwähnen und meinen, man wirke dadurch besonders authentisch? Ich verstehe es nicht wirklich.
Frage
Michael
Absolut. Transparenz ist unbedingt notwendig. Je länger Oshos Tod zurückliegt, desto mehr besteht die Gefahr, dass sich das Bild von ihm verklärt. Diese Verklärung entsteht auch durch das, was Anbietende von Tantra und Tantra-Massagen heute auf ihren Homepages über ihn schreiben – und durch das, was sie dabei wissend oder unwissend weglassen.
Je mehr die Erinnerung an die damaligen Ereignisse verblasst, desto größer wird die Gefahr, dass irgendwann nur noch dieses verklärte Bild übrig bleibt. Wir Deutschen sind uns dessen stärker bewusst, weil wir durch die Geschichte des Dritten Reiches geprägt sind – Erinnerungskultur ist und bleibt absolut notwendig.
Man kann durchaus sagen, dass viele von Oshos Ideen interessant oder gut waren. Manche waren für die damalige Zeit neu, mutig und provokativ. Gerade in den 60er- und 70er-Jahren, während der sogenannten sexuellen Revolution, hatte das sicherlich eine besondere Bedeutung. Trotzdem muss all das eingeordnet, hinterfragt und durchleuchtet werden.
Wenn man das nicht tut, geraten die vielen Menschen, die innerhalb dieser Bewegung zu Opfern geworden sind, immer weiter aus dem Blick. Es ist sehr viel darüber dokumentiert worden. Man darf nicht zulassen, dass diese Menschen aus der Geschichte verschwinden, nur weil sich im Nachhinein ein angenehm zu vermittelndes Bild von Osho durchsetzt.
Was mir außerdem auffällt: Ich habe sehr viele Homepages von Tantra-Masseurinnen, -Masseuren und Tantra-Studios angeschaut. Dort begegnen mir immer wieder ähnliche Farben und Symbole – Buddha-Statuen, Orchideen, Räucherstäbchen, Kerzen, Yin und Yang, Osho mit seinen vermeintlichen Aussagen, Bilder indischer Heiliger. Dazu kommt eine bestimmte Sprache. Man sagt „Namasté“. Man bedankt sich nach der Massage nicht einfach, sondern faltet die Hände, legt sie ans Gesicht und verbeugt sich. Massierende geben sich indische Namen, obwohl sie westlich aufgewachsen, geprägt und sozialisiert sind. Auch Begriffe wie „Yoni“ und „Lingam“ gehören dazu.
Ich habe häufig den Eindruck, dass solche Dinge unüberlegt übernommen werden. Man gliedert sich in eine bestimmte Sprache und Ästhetik der Szene ein, ohne sie wirklich zu hinterfragen. Warum? Gehört man dann erst richtig dazu? Steht man dann in einer heiligen Tradition, in die man ehrfurchtsvoll eintaucht? Ist man erst dann professionell?
Wer Osho heute als Aushängeschild einer professionellen Tantra-Massage verwendet, übernimmt Verantwortung dafür, wie seine Philosophie, seine Biografie und die Geschichte seiner Bewegung dargestellt werden.
Teil IV Meine Arbeit
Frage
Michael
Ich weiß um die große Gefahr, die entstehen kann, wenn Menschen sich körperlich sehr nahekommen. Ich selbst habe Missbrauch erlebt und mich über mehr als vierzig Jahre durchgehend und professionell begleitet mit diesem Thema auseinandergesetzt. Ich weiß deshalb, wie sehr die Arbeit als Körperarbeiter eine Gratwanderung sein kann.
Als Masseur muss ich mir permanent bewusst sein, welche Verantwortung ich trage. Das ist eine große Kunst. Sie erfordert sehr viel Empathie, Herzenswärme, Verständnis, Aufmerksamkeit und Feinfühligkeit. Sie verlangt, sich selbst immer wieder zurückzunehmen und zu fragen: Sind das gerade meine eigenen Motivationen, oder geht es wirklich um den Gast? Was geschieht während einer Massage? Was wird gespiegelt? Was geschieht in den Gesprächen? Und wie ordne ich das richtig ein? In diesem Sinne ist diese Arbeit für mich auch eine herausfordernde psychologische Tätigkeit.
Gerade deshalb halte ich Klarheit für absolut wegweisend – für den Gast wie auch für mich als Gebenden. Ein Gast muss zu mir kommen können und sich von Anfang bis Ende sicher fühlen. Er muss jederzeit das Gefühl haben: Ich bin Herr über mich selbst. Ich darf sagen, was ich empfinde. Ich darf sagen, was ich möchte und was ich nicht möchte.
Betritt dagegen jemand einen Raum, der bereits mystisch aufgeladen ist, kann etwas ganz anderes passieren: Der Gast kann erstarren oder unwillkürlich in eine Haltung der Ehrfurcht geraten. Vielleicht entsteht sogar die Angst, sich in diesem Rahmen falsch auszudrücken oder zu verhalten. Und genau diese Reaktion hat für mich in einer solchen Sitzung nichts zu suchen.
Ein Gast kommt zu mir und bringt das mit, was gerade in seinem Leben vorhanden ist. Ich möchte nicht, dass er einen Raum betritt und ihm zunächst irgendein Ehrfurchtsgefühl übergestülpt wird, sodass er womöglich gar nicht mehr richtig an seine eigenen Gefühle herankommt.
Im Grunde biete ich einen Rahmen mit Regeln und vor allem einen Raum. Und dieser Raum muss leer sein, damit der Gast ihn mit sich selbst füllen kann.
Erst dann kann etwas entstehen. Erst dann geht es wirklich um ihn.
Gerade diese vielen Versatzstücke finde ich deshalb problematisch. Oft ist es ja nicht einmal eine bestimmte spirituelle Richtung: In einem Raum werden unterschiedliche Gegenstände, Worte, Gesten und Traditionen miteinander vermischt. Mir fehlt darin die Klarheit für den Gast. Und ich stelle die innere Geklärtheit des Masseurs infrage.
Diese Klarheit brauche ich auch in der Sprache. Gerade wenn es um Sexualität, Nähe und Erotik geht, muss Sprache offen, angstfrei, quasi schamlos und verständlich sein. Deshalb tue ich mich auch mit einem Begriff wie „Lingam“ schwer. Ich verstehe wahrscheinlich den Gedanken dahinter: Dieses Körperteil soll möglicherweise aufgewertet und aus einem schambesetzten, medizinischen oder vulgären Zusammenhang herausgeholt werden. Aber meine Gegenfrage wäre: Ist es denn überhaupt – so pauschal für alle Männer – abgewertet? Einen Arm oder meine Finger benenne ich schließlich auch nicht neu, um ihnen mehr Wert zu geben.
Das sage ich nicht
„Lingam“
Sondern
„Penis“ – und fülle das Wort mit Würde, Ehrerbietung und Sinnhaftigkeit.
Michael
Ich möchte, dass Menschen zu mir kommen und ohne Angst und Scham direkt über sich sprechen können. Ich möchte, dass sie lernen, zu sich selbst zu stehen und auszusprechen, was sie in ihrem sonstigen sozialen Leben oder vielleicht auch in ihren Partnerschaften nicht zu sagen wagen. Kein Unter-den-Teppich-Kehren, kein Drumherum-Fabulieren. Sondern Worte aussprechen, wie sie den Gästen in den Sinn kommen, wie sie ihnen vertraut und am nächsten sind. Dafür ist der Raum da. Und dafür brauche auch ich eine direkte Sprache ohne Verschleierung durch Wörter, die nichts mit dem Westen zu tun haben.
Was ich mir von der Szene wünsche:
Transparenz statt Verklärung.
Und bei jedem schönen Satz: Kopf anschalten, nachdenken.
Aus dem Blog
Historischer Hintergrund
Wie aus unterschiedlichen westlichen und östlichen Einflüssen die heutige Praxis entstand.
WeiterlesenKulturelle Einordnung
Was vertraute Gesten bedeuten – und wie ein respektvoller Umgang damit aussehen kann.
WeiterlesenBlog · Hintergrund
Ursprung, Anatomie und moderne Einordnung einer Lehre, die so vertraut wirkt, als hätte es sie schon immer gegeben.
WeiterlesenIm Gespräch bleiben
Vielleicht arbeitest du selbst in der Tantra-Szene, hast eigene Erfahrungen mit der Bewegung gemacht oder möchtest widersprechen. Ich freue mich über ehrlichen Austausch.
Deine Nachricht wurde erfolgreich verschickt.
Ich melde mich zeitnah bei dir.
Schreib mir, was dich beschäftigt.